Damit Bildungsangebote bestehen bleiben.
Wir fordern die Freie und Hansestadt Hamburg auf, die Honorarsätze für schulische Nachmittagsangebote endlich zeitgemäß anzupassen.
Wir sind Künstler:innen, Pädagog:innen und Kulturschaffende, die Kinder an Hamburger Schulen mit Kreativität, Wissen und Herz fördern – leider zu unfairen Bedingungen.
Bisher sieht es so aus:
Honorarkräfte an Hamburger Schulen arbeiten seit langem unter problematischen Bedingungen. Das betrifft vor allem die Nachmittagskurse im Ganztag, aber auch Kursleitungen im Wahlpflichtbereich.
Die geltende Regelung basiert auf einer Vereinbarung von 1980 (!), deren Grundstruktur bis heute wirkt:
- Honorarsatz: 23,04 € pro 45 min, teilweise sogar nur pro Zeitstunde. Umsatzsteuerpflichtige Selbstständige zahlen darauf zudem 19% USt.
- Keine Bezahlung für Vorbereitung, Ausfälle oder Ferien.
- Materialien müssen oft selbst bezahlt werden.
Seit 45 Jahren werden Honorarkräfte an Ganztagsschulen in der „Vereinbarung Unterrichtsvergütung / Lehrauftragsvergütung“ systematisch der der niedrigsten Vergütungsgruppe („Gruppe 7“) zugeordnet, obwohl sich das Schulsystem seit den 1980er Jahren grundlegend verändert hat.
Nachmittagskurse und Ganztag haben stark an Bedeutung zugenommen. Aber diejenigen, die diese Kurse erst möglich machen, werden nicht angemessen honoriert. mehr...
Mit dem Ausbau des Ganztags, der Einführung der GBS und der deutlich gestiegenen Bedeutung von Nachmittagsangeboten haben Honorarkräfte heute Aufgaben, die es in dieser Form früher gar nicht gab:
Dies umfasst u.a. pädagogische Planung von Angeboten und deren Durchführung, Aufsichtspflichten, Kinderschutz, Projektarbeit, Förderung, Integration, Inklusion und die Vermittlung kultureller, sportlicher oder fachlicher Kompetenzen.
Trotz dieser deutlichen Aufwertung der Rolle bleiben die Honorare in einer Vergütungsstruktur verankert, die aus einer völlig anderen Schulrealität stammt. Diejenigen, die Ganztagsangebote überhaupt erst ermöglichen, werden weiterhin nicht angemessen bezahlt.
Die Honorarsätze wurden zwar punktuell angepasst — z. B. 2013/2014, 2022 und zuletzt 2024/2025, jedoch nicht auf ein akzeptables Niveau.
Zum Vergleich: Der Honorarsatz für Kursleitungen an der VHS wurde in den vergangenen Jahren stärker erhöht und beträgt inzwischen 35 € pro 45 Min.
Auch das ist noch keine angemessene Honorierung für qualifizierte Fachkräfte, kann aber immerhin als Signal in eine akzeptablere Richtung gewertet werden.
Kein Wunder, dass an vielen Schulen händeringend qualifizierte Kursleitungen gesucht und nicht gefunden werden!
Das brauchen wir für gute Arbeit:
Wir wünschen uns, dass alle Kursleitungen an Hamburger Schulen nach einem gerechten, zeitgemäßen Honorarmodell vergütet werden.
Das umfasst u.a.…
• Angemessene Honorare – mindestens VHS-Niveau (35€ pro 45 Minuten)
• Vergütung von Vor- und Nachbereitung sowie Ausfallzeiten
• realistische Materialpauschalen ohne aufwendiges Abrechnungsverfahren
Hierfür brauchen wir dringend eine Neuverhandlung der sog. Vereinbarung Vergütung von 1980.
Das ist in Planung – oder bereits geschehen:
Eine Eingabe bei der Hamburgischen Bürgerschaft ist 2024 leider gescheitert.
Daher planen wir nun, uns mit der Gewerkschaft (ver.di) zu vernetzen und ggf. eine Petition zu starten.
Nach dem Vorbild des Berliner vhs-Tarifvertrags und der Honorarmatrix des BKM müssen Honorare möglich sein, die nach Abzug aller Abgaben deutlich über Mindestlohn liegen!

Eingabe Hamburgische Bürgerschaft (2024)
bisher gescheitert

Vernetzung mit Gewerkschaft
in Planung

Petition in Planung
kommt bald, sofern sinnvoll
Vernetzung gesucht!
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Trag dich in unsere Mailingliste ein und wir sagen dir Bescheid, wenn die Petition online geht:
Über uns
Initiative unabhängiger Kursleitungen in Hamburg
Stand: 11/2025.
verantwortlich & Kontakt:
Britta Hackenberger
info@faire-honorare-hh.de


